Ein paar Security Features von Solaris

Mittwoch, 24. Februar 2010 |  Autor: Michael Zimmer

Hallo Sysadmins!

Heute möchte ich mal einige in Solaris eingebaute Security Features vorstellen. Man kann bei Solaris 10 auch nur mit Bordmitteln schon einiges tun. Hier ein paar Anregungen.

  • Protect OBP :

eeprom security-mode=command

Damit wird bei Änderungen im Boot Prompt ein Passwort gefordert.  Es gibt auch die Möglichkeit den Level auf “full” zu setzen. Dann aber braucht man auch beim Booten der Maschine das Passwort!

  • None Executable Stack:

/etc/system Parameter: set noexec_user_stack=1

Damit werden typische Buffer Overflows, wo aus dem User Stack code ausgeführt wird, mindestens behindert. Allerdings ist hierfür ein Reboot erforderlich, damit der Parameter zieht. Für die Installationen einer Oracle DB oder von Veritas Produkten wird das eh gefordert.

  • Core Dump Logging:

/usr/bin/coreadm -e log

Ist das eingestellt, wird beim Auftreten eines Coredumps, per syslog geloggt. Ansonsten weiß man ja gar nicht unbedingt ob ein Core aufgetreten ist (ok, vom syscore mal abgesehen ;-) ). Was das mit Security zu tun hat? Nun, vielleicht macht man einen Fehler beim hacken und statt das es funktioniert stürzt der betroffene Deamon ab …

  • BART:

Nein nein – ich meine nicht Bart Simpson …. sondern Basic Audit Reporting Tool. Das hat eine ähnliche Funktion wie das Produkt Tripwire. Zu jedem File wird ein Eintrag in eine zu erstellendes Verzeichnis gestellt. Nach diesem initialen Lauf, kann nach jedem weiteren Lauf das jeweils neu erstellte Verzeichnis mit “bart compare” verglichen werden und dadurch ein Report erzeugt werden. Es macht übrigens keinen Sinn, wie in unten angeführten Beispiel, das Verzeichnis /root/bart.control auf der Maschine liegen zu lassen (wenigstens die MD5 Summe ziehen und vergleichen, besser verschlüsseln und noch besser beides und ab auf eine andere Maschine).

  1. find <dir> | bart create -I > /root/bart.control
  2. find <dir> | bart create -I > /root/bart.test
  3. bart compare /root/bart.control /root/bart.test
  • Signed ELF:

Die Solaris Binaries im ELF Format sind alle von Hause aus signiert. Diese Signatur kann man auch überprüfen und damit feststellen, ob das Programm im Orginal vorliegt:

elfsign verify -e <elf-bin>

  • Fingerprint DB :

Noch eine Nummer besser: Mit Hilfe der MD5 Checksumme eines jeden Betriebssystem Files (es sind ja nicht alles ELF-Binaries, sondern auch Skripte) kann auf bei SUN auf der Sunsolve Seite feststellen, zu welchem Release das File gehört, wie der Pfad lauten soll, zu welchem Paket es gehört und auch wie der Patchstand ist.

Prüfsumme generieren:

digest -v -a md5 <file>

Damit dann auf http://sunsolve.sun.com/pub-cgi/fileFingerprints.pl und hier die Checksumme eingeben!

Ist doch nicht übel, oder ;-)

Viele Grüße

Michael Zimmer

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Thema: Solaris

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